Vitamine können Fluch und Segen zugleich sein

In Apotheken und in Drogerie Geschäften findet man die Tabletten und Mittelchen in fast unbegrenzten Mengen. Die Mittel sind ohne Rezept erhältlich und dafür schon recht teuer. Die Industrie verspricht, dass der Patient mit diesen Mitteln eine Art Versicherung abschliesst. Wenn er nur genug von allen Vitaminen ist, dann bleiben ihm Alter und Krankheit erspart. Unterstützt wird das Denken oft von Medizinern.

Orangen

Viel hilft nicht immer viel

Der Mensch denkt oft, was etwas hilft, dass muss in grossen Mengen viel helfen. Wenn etwas Vitamin C schon vor Krankheit schützt, dann wird eine grosse Menge an Vitamin C sicherlich viel helfen. Es gibt genau zu diesem Produkt eine Reihe von Präparaten, die zum Teil auch sehr teuer sind. Der Patient schluckt und bekommt ein gutes Gewissen. In Studien stand ja sogar, dass Vitamin C vor Krebs schützen soll, somit also eine Art Versicherung gegen Krebs. Was allerdings verschwiegen wird, das Vitamin muss aus dem Körper über die Nieren ausgeschieden werden. Wenn ein Mensch Vitamin C im Überschuss nimmt, dann leiden letztendlich die Nieren. Weniger krank wird er deswegen noch lange nicht.

Krebs kann durch Vitamin E begünstigt werden

Vitamin E galt einmal neben Vitamin C als Wundermittel. Studien konnten allerdings zeigen, dass Vitamin E den Prostata Krebs fördert. Man kann es zumindest statistisch nachweisen. Es wird zwar nicht direkt durch Vitamin E Krebs erzeugt. Jedoch wenn Krebszellen da sind, dann werden sie durch Vitamin E zum Wachsen animiert.

Vitaminpräparate erhitzen die Gemüter

Vitamine haben schon ihren Effekt. Es gibt Neigungen und Krankheiten bei denen schon eine Zusatzzufuhr an Vitaminen Segen bringt. Wenn ein Patient an Sprue leidet, dann scheidet er zuviel Fette aus. Ohne Fette ist die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine, namentlich Vitamin D und Folsäure, gestört. Es kann zu Knochenproblemen und zur Arteriosklerose kommen. In diesen Fällen können solche Präparate dienlich sein. Bei Kindern unter 2 Jahren wird aus diesem Grund eine Prophylaxe angeboten. Gerade in der Phase ist eine Unterversorgung mit Vitamin D kritisch. Es könnte zur Rachitis verbunden mit Minderwuchs führen. Der Arzt gibt in diesem Fall dem Kleinkind auch Vitamin K. Dadurch können Blutungen im Gehirn vermieden werden. Einzelne Vitaminpräparate sind sinnvoll, problematisch ist die Einnahme von Multipräparaten in hohen Dosen.

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